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Schon wieder im Rückstand zu den Zielen? So komme ich (wieder) vorwärts im Geschäft

Machen Sie alles selbst? Und ständig? Sind Sie also richtig Selbst-Ständig? Und wundern Sie sich darüber, dass Sie überhaupt nicht vorwärts kommen mit Ihrem Geschäft? Ich habe für Sie ein paar Ideen, wie Sie Zeit und Überblick gewinnen können, um Ihr Geschäft wirklich voranzubringen. Wäre das interessant? Na dann los.

Was Sie in diesem Artikel lernen werden

  • den besten Freund besser kennenlernen
  • die richtigen Fragen stellen und die richtigen Tätigkeiten auslosen
  • was sie delegieren können, um noch mehr Freiheit zu gewinnen
  • was ist wirklich wichtig und was nicht

Was ist wirklich wichtig?

„Du musst halt die richtigen Prioritäten setzen – ist ja dein Geschäft nicht meines“. Kommt Ihnen das auch bekannt vor? Was sind denn eigentlich die richtigen Prioritäten für einen Selbst-Ständigen, für Unternehmertypen wie Sie und ich?

Im Geschäftsleben ist mein Überleben in Selbstständigkeit durch den Gewinn bestimmt. Ich denke, dass der Gewinn allein nicht der einzige Massstab für Erfolg ist. Ich muss auch zufrieden sein, mit dem was ich tue, warum ich es tue. Und meine Kunden müssen auch zufrieden sein.

Wenn Sie die Prioritäten in Ihrem Geschäft so gesetzt haben,  dass die Kunden zufrieden sind, dann verdienen Sie mehr Geld. Das Geld ist nicht gleich Gewinn. Der Gewinn ist ein guter Massstab dafür, wie Sie Ihre Kunden bedienen.

Ein Erfolgs-Massstab  ist nicht wieviel Umsatz Sie machen,
sondern wieviel Ende Monat für Sie übrig ist.

Eine einfache Art zu beurteilen, ob eine Tätigkeit wichtig ist oder nicht, ist abzuschätzen, ob die Tätigkeit Ihnen Geld bringt – kurzfristig oder langfristig.

Es gibt einige Tätigkeiten in einer Firma, in der Selbständigkeit welche nicht sofort Geld bringen. Zum Beispiel rechne ich in einem Beratungsunternehmen, dass „nur“ 60-70% der Zeit wirklich verrechenbare Zeit ist. Verrechenbar = dem Kunden in Rechnung zu stellen. Ich sage damit nicht, dass die nicht-verrechenbare Zeit eine Zeitverschwendung ist. Aber Sie müssen sich das schon bewusst sein, wenn Sie Arbeiten.

Einerseits gibt es Arbeiten, die für den langfristigen Erfolg wichtig sind. Die Erstellung eines Marketingplans, die Erstellung und Aktualisierung eines Liquiditätsplans, die Weiterbildung, Zertifizierung und so weiter sind zeitliche Investitionen die sich langfristig auszahlen, mit hoher Rendite. Aber eben nicht kurzfristig. Falls Sie JETZT in Liquiditätsnot stecken und dringend verrechenbare Zeit brauchen, sollten Sie die genannten Themen NICHT einstellen, sondern auf Randstunden verlegen.

Andererseits sind mancherlei Tätigkeiten echte Zeitverschwendung, die verbrauchen Stunden um Stunden und bringen keinerlei Gewinn. Sachen wie an der Website herumschrauben, immer wieder die Sozialen Medien checken, immer wieder E-Mails lesen, täglich Rechnungen bearbeiten, immer wieder die gleichen Leute kontaktieren und belangloses schwatzen.

Falls Sie das selbst auch so empfinden wie ich, empfehle ich Ihnen diese Frage sofort zu stellen: Was bringt diese Tätigkeit mir für einen Umsatz?

Ich erwische mich immer selbst in der Falle, dass ich Sachen tue, weil ich gelesen und gehört habe, dass man das tut um ein Geschäft aufzubauen. Ohne zu realisieren, dass das was ich tue nie einen Gewinn gebracht hat! Zum Beispiel kümmerte ich mich immer wieder um die Optimierung der Reisekosten bei meinen Kunden. Ein interessantes, jedoch auch sehr komplexes Thema – der Blick zurück auf den Aufwand, den ich damit hatte, um zufriedene Kunde zu haben, in Relation zum Umsatz damit… Puuh – das was alles Verlustbringend.

Zu realisieren, wo der Umsatz her kommt ist eine sehr heilsame Erkenntnis. Alles was wirklich nicht dazu beiträgt einzustellen, ist eine Befreiung.

Dazu ein kleine Übung, die Sie sofort machen sollten: Schreiben Sie mal auf, welche Kunden Ihnen in den letzten 12 Monaten 80% des Umsatzes gebracht haben. Wenn Sie es nicht genau wissen, holen Sie jetzt Ihren Buchhaltungsordner hervor und suchen die Rechnungen raus. Schreiben Sie sich sofort auf einem Notizblock auf, woher dieser Kunde gekommen ist. Wenn Sie es nicht wissen, raten Sie einfach. War es eine Empfehlung? War es aufgrund einer Marketingaktion? Haben Sie den Menschen im Zug kennengelernt? Wann hat er Geburtstag? Wann haben Sie das letzte Mal mit ihm Kontakt gehabt?

Das ist die wertvollste Information über Ihr Geschäft: Woher kommt das Geld? Oder anders gesagt: Welche Kunden haben Ihnen in den letzten 12 Monaten 80% des Umsatzes gebracht? Was funktioniert, was nicht?

Sie müssen sehr ehrlich mit sich selbst sein. Sie können die Antwort ja für sich behalten. Sie sehen hiermit jedoch eines klar: Was funktioniert denn wirklich? Und was funktioniert überhaupt nicht?

Andere Resultate bedingen andere Tätigkeiten.
Wenn Sie dieselben (miesen) Resultate wollen wie bisher,
machen Sie weiter wie bisher!

Mies heisst für mich = zu wenig Bares, arbeiten bis 21Uhr im Hamsterrad, alle Wochenenden arbeiten, viel zu wenig Zeit für meine Familie, Kasse leer Ende Monat, schon wieder Ferien mit einem schlechten Gewissen jeden Tag…

Es nutzt jedoch wenig, wenn Sie mir einfach Recht geben. Ich möchte, dass Sie es für Ihr Geschäft anwenden! Ja, ich schämte mich zwischendurch zu sagen, ich gehe ins Geschäft – denn es war eigentlich so, dass ich ins Büro ging, nicht ins Geschäft. Denn ein Geschäft rentiert ja! Ich konnte mir zwischenzeitlich nicht mal einen anständigen Lohn auszahlen. Darum sprach ich lieber darüber, dass ich ins Büro ging, statt ins Geschäft. Scheisse.

Wenn Sie wollen,  dass Ihr Geschäft ein Geschäft ist, und sogar ein bisschen wachsen möchten, dann starten Sie damit, Ihre Zeit mit anderen Aktivitäten zu verbringen. Ein bisschen wachen heisst für mich: etwas übrig haben Ende Monat – ohne Angestellte, Fixkosten und den ganzen ‚Overhead‘-Scheiss der nur belastet.

Wenn Sie das wollen, müssen Sie es ändern. Das ist eine Bedingung. Dazu müssen Sie sich aber befreien, von diesen Verhaltens-Mustern, Denkmustern um Ihr Geschäft und sich selbst voranzubringen. Und wie sollen Sie das schaffen? Nun kommt der sicher mit der Planung – das denken Sie vielleicht. Ja, ein bisschen Planung muss auch sein, jedoch sehr bescheiden, mehr als Wegweiser wie beim Wandern. Wenn Sie das tun kennen Sie das Gefühl der Wegweiser auf dem Wanderweg? Ich liebe es, wenn ich wieder eine Wegmarke geschafft habe. Nicht der Weg ist das Ziel – im Geschäft – sondern das Ziel ist das Ziel

Im Geschäft ist nicht der Weg das Ziel. Sondern das Ziel zu erreichen ist das Ziel. Cash is King. Warum? Weil Cash die Unabhängigkeit sichert, auf Lebzeiten. Ohne Cash-Reserve überleben Sie keine Rückschläge, können keine Fehler machen. Und die Fehler kommen garantiert. Dafür brauche ich Cash um das auszubügeln.

Sie wollen wissen, ob ich auch Cash braucht, um Fehler auszubügeln? Ja, ich verbrauchte z.B. CHF 300.000 um fehlende Sozialversicherungsbeiträge auszubügeln, die Geschäftsführer und Ihre Mitarbeiter nicht einbezahlt hatten, für die ich jedoch verantwortlich war. Am Ende ist es gemäss Schweizer Gesetz der Verwaltungsrat (Aufsichtsrat), der die Suppe auslöffelt. Weil sich die anderen vornehm zurückgezogen haben, blieb die Rechnung bei mir hängen.

Niemand hatte das getan. Ich hatte an einer Konferenz für Berater mit einem Kollegen über die Kundenakquisition gesprochen. Wege wie man mit wenig Aufwand von weniger als 30 Minuten pro Tag, einem E-Mail und einem Telefonscript die notwendigen 2-3 Termine mit Interessenten pro Monat gewinnen kann. 50 Leute cirka waren im Raum und hörten zu. Wir lancierten dann einen Wettbewerb. Der Berater mit der höchster Zahl an gewonnen Kundenterminen konnte einen Preis von rund 1.000 Euro/CHF/USD gewinnen. Ja, es gewann jemand den Preis. Aber das ich nicht der Punkt, auf den ich heraus will. Alle in diesem Raum beklagten sich über zu wenige Termine. 90% der Leute in dem Raum haben aber die Tipps und Vorlagen NICHT umgesetzt.

Wenn Sie zum Punkt kommen, dass Sie verstehen, dass es eine andere Art von Aktivitäten braucht, um andere Resultate zu erreichen, dann haben Sie es geschafft.

Als jemand der aus der Falle von immer gleichen, unbefriedigenden Resultaten heraus wollte, musste ich etwas radikal ändern. Jede Minute im Leben, die ich damit verbrachte das gleiche zu tun wie bisher war eigentlich eine verlorene Minute im endlichen Leben. Im Abschnitt voller geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit. Und wir wissen beide, wie schnell das ändern kann.

Was ist die erste Tätigkeit?

Das ist die wichtigste Frage, die Sie sich von nun an stellen. Was ist die erste Tätigkeit, die erste klitzekleine Aktivität, der erste Minischritt um das Ziel erreichen? Was ist es, das Sie tun, um in Gang zu kommen, um den Traum in die Realität umzuwandeln? Nehmen Sie hierzu die GetThingsDone Methode von David Allen. Sagen Sie NICHT ich will im nächsten Quartal mehr Geld verdienen. Das ist kein Ziel. Sondern zerlegen Sie das Ziel in viele kleine, machbare Einzelschritte, planen Sie dafür in Ihrem Kalender Zeit ein und erledigen Sie den Job. Und dann machen Sie das nächste Schrittchen.

Und machen Sie bitte nicht diesen Fehler in der Planung: Eine ex-Mitarbeiterin von mir, die ich mangels Zielerreichung entlassen musste, hat tagelang jeden einzelnen Schritt geplant, und die Planung nochmals geplant und alles überdacht, dokumentiert. Und nie wirkliche mit der Umsetzung gestartet. Statt stundenweise darüber nachzudenken, was in jedem kleinen Detail gemacht werden muss, fangen Sie bitte mit einem kleinen Schritt an. Dann ergibt sich von selbst der nächste Schritt. Ja, das hat den Nachteil, dass Sie nicht genau wissen, wie lange die Umsetzung insgesamt dauert. Aber Sie haben als Vorteil jeden Tag Erfolgserlebnisse.

Viele erfolgreiche Geschäftsleute, Unternehmer, Schauspieler, Menschen haben es sich auch zur Gewohnheit gemacht, viel mehr Nein zu sagen zu Ideen, die zur Umsetzung verlocken.

Erfolgreiche Menschen sagen viel mehr Nein als alle anderen.

Auch ich habe viele zu viele Ideen. Es ist wirklich hart, dass ich 99% der Ideen versenken muss, wenn ich erfolgreich sein will. Denn jede Idee umzusetzen braucht vor allem Zeit, Energie, Geld. Wenn eine Idee auftaucht und nach Aufmerksamkeit schreit, muss ich sofort Entscheiden JA oder NEIN zu sagen. Tun Sie das auch! Sagen Sie Nein, danke.

Jede neue Idee die auftaucht schreit nach Aufmerksamkeit. Und ein JA zur Idee hat die nukleare Sprengkraft in meinem Kopf mich mit einem Ja von allem bisher erprobten Abzubringen. Ein Ja zu einer neuen Idee macht mich kurz geil weil was Neues stimuliert. ABER jede neue Idee braucht Zeit und Geld und bringt mich vom bewährten weg, was Geld bringt, erprobt ist.

Lieber Gott im Himmel, bitte verschone mich vor neuen Ideen und behalte mich auf dem Weg des bewährten, was Geld bringt. Denn nichts ist für mich schädlicher, als ständige neue Ideen in Angriff zu nehmen und damit den Fokus auf meine Ziele zu verlieren. Bitte schütze mich davon.  Amen.

Sie müssen sich entscheiden. Immer wieder mal was Neues ODER das Bestehende perfektionieren. Denken Sie dabei an einen Sport-Star wie Roger Federer. Warum ist er so gut anfangs 30? Weil er das Spiel perfektioniert hat. Mit viel Talent und Training. Wäre er gleich gut, wenn er auch noch Fussball-Spieler, Schwimmer und Golfspieler wäre? Eine rhetorische Frage.

Perfektionieren Sie das bestehende statt in der taktischen Hölle zu landen. Weniger ist mehr. Sie haben keine Ahnung, was alles getan werden muss? Kein Problem. Starten Sie einfach und das nächste ergibt sich automatisch.

Holen Sie sich das Know-How von aussen, wenn Sie nicht wissen, wie Sie etwas planen oder umsetzen sollen! Oder delegieren Sie es zu tun, mit einem Festpreis. Es ist erfolgreicher, Ihre Zeit auf das zu fokussieren was Geld bringt, und einen Teil des verdienten Geldes auszugeben für Fachleute, die Ihnen zeigen können wie es geht oder es gleich für Sie erledigen.